Anspülen des Katheters

Je nach Verlauf der Grunderkrankung, die für die Bildung des Aszites oder Pleuraergusses verantwortlich ist, kann es durch eine hohe Viskosität, durch einen hohen Fibrinanteil oder Blutkoagel zu einer Okklusion des Katheters kommen. Falls sich diese Okklusion durch «Melken» oder durch eine Drainage mit Sog nicht löst, kann der Katheter angespült werden.


Der Erguss kann nicht wie gewöhnlich drainiert werden

Der Erguss kann nicht wie gewöhnlich drainiert werden:

Falls bei den letzten 3-4 Drainagen immer weniger oder gar keine Flüssigkeit mehr drainiert werden konnte, ist es möglich, dass sich eine spontane Pleurodese entwickelt hat oder sich aufgrund der Therapie und Medikamente kein Erguss mehr bildet.

Falls kein Erguss drainiert werden kann, der Patient jedoch Beschwerden wie Atemnot, Schmerzen, Übelkeit oder eine Gewichtszunahme hat ist es möglich, dass das Sicherheitsventil des Katheters oder der Einführstift verstopft ist.

  1. Versuchen Sie durch Zusammendrücken und Ausstreichen des Katheters die Verstopfung zu lösen.
  2. Manchmal kann die Drainage der Flüssigkeit durch ein kurzes Husten gestartet werden oder durch eine Lageveränderung des Körpers, wie z.B. durch eine andere Seitenlage, Aufsitzen, leicht nach vorne Beugen oder Aufstehen.
  3. Falls dies nicht hilft, wechseln Sie das Drainage-Reservoir/ Flasche/Beutel aus. Ein Fibrinfaden oder Blutkoagel hat sich möglicherweise beim Zusammenstecken in den Einführstift vom Anschlussschlauch geschoben.
  4. Kann kein Erguss drainiert werden, dann kann der Katheter angespült werden.

Notwendiges Material

Hinweis:
Das Volumen des Verbindungs- bzw. Spülschlauchs bis zum ersten Drainagelochs des getunnelten Katheters beträgt 7 ml.

Durchführung

1 | Den 3-Wege-Hahn mit dem PleurX™ Verbindungsschlauch verbinden. Danach den 3-Wege-Hahn mit einer Spritze, gefüllt mit 0,9 % NaCl verbinden. Die Rollklemme am PleurX™ Verbindungsschlauch öffnen, mit 0.9 % NaCl füllen und dadurch luftleer machen.

2 | Schutzkappe durch Drehung vom Katheter Sicherheitsventil lösen, entfernen und entsorgen.

3 | Katheter Sicherheitsventil desinfizieren.

4 | Den Verbindungs- bzw. Spülschlauch mit dem Katheter Sicherheitsventil konnektieren und mit NaCl 0,9 % anspülen. Das NaCl mit dem gelösten Firbrin oder Blutkoagel dannach wieder aspirieren.

5 | Den Verbindungsschlauch bzw. Spülschlauch wieder diskonnektieren und eine Drainage mit einem drainova®-, ewimed-, oder PleurX™ Reservoir wie gewohnt durchführen.

6 | Sicherheitsventil desinfizieren.

7 | Neue Schutzkappe anbringen.

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