Erkrankungen

Der Pleuraerguss (umgangssprachlich Wasser auf der Lunge) bzw. Aszites (umgangssprachlich Bauchwasser, Wasserbauch, Bauchwassersucht) ist ein Symptom einer Grunderkrankung, die wiederum Beschwerden wie beispielsweise Atemnot, Erschöpfung, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Schmerzen auslösen kann.

Die Ergüsse können einmalig auftreten oder wiederkehrend sein. Je nach Grunderkrankung und Häufigkeit des Auftretens werden unterschiedliche Behandlungsansätze gewählt.

Erkrankungen

Der Pleuraerguss (umgangssprachlich Wasser auf der Lunge) bzw. Aszites (umgangssprachlich Bauchwasser, Wasserbauch, Bauchwassersucht) ist ein Symptom einer Grunderkrankung, die wiederum Beschwerden wie beispielsweise Atemnot, Erschöpfung, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Schmerzen auslösen kann.

Die Ergüsse können einmalig auftreten oder wiederkehrend sein. Je nach Grunderkrankung und Häufigkeit des Auftretens, werden unterschiedliche Behandlungsansätze gewählt.


Pleuraerguss


Was ist ein Pleuraerguss?

Bei einem Pleuraerguss handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit im Brustraum (dem sogenannten Pleuraspalt) die über das normale Mass hinaus geht. Bei einem gesunden Menschen befinden sich wenige Milliliter Flüssigkeit im Pleuraspalt die für eine schmerzfreie Verschiebbarkeit beider Pleurablätter dem Rippenfell und Lungenfell (der Pleura Parietalis und Pleura Viszerales) sorgen, ähnlich zweier Glasscheiben zwischen denen sich ein Flüssigkeitsfilm befindet.

Bei einem Menschen der an einem Pleuraerguss leidet ist der Flüssigkeitshaushalt gestört und es sammelt sich übermässig viel Flüssigkeit in dem Pleuraspalt zwischen Rippenfell und Lungenfell an. Der Erguss beeinträchtigt ab einer gewissen Menge die Atmung, da die Lunge sich aufgrund der Flüssigkeit nicht mehr vollständig ausdehnen kann.

Wodurch entsteht ein Pleuraerguss?

Die Grunderkrankungen können vielfältig sein. In einer langen Liste von Krankheiten ist die häufigste Ursache eines Pleuraergusses ein Malignom (bösartiger Tumor), eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Das Lungenkarzinom, gefolgt vom Mammakarzinom ist hierbei wiederum die häufigste Ursache für einen malignen Pleuraerguss.

Wie wird ein Erguss behandelt?

Neben der Behandlung der Grunderkrankung hängt es bei der Therapie eines Pleuraergusses massgeblich davon ab von welcher Art der Erguss ist. Sammelt sich trotz optimaler medikamentöser Therapie dennoch immer wieder viel Flüssigkeit im Pleuraspalt an, spricht man von einem sogenannten therapierefraktären, rezidivierenden Pleuraerguss.

Ein therapierefraktärer Pleuraerguss kann durch wiederholte Pleurapunktionen (Thorakozentesen) behandelt werden, um die durch den Erguss bedingten Beschwerden wie beispielsweise Atemnot, Erschöpfung, Übelkeit und Schmerzen zu reduzieren.

Um den betroffen Personen die aufwändigen, wiederkehrenden Punktionen im Spital oder der Klinik zu ersparen, können folgende definitive Therapien in Betracht gezogen werden.

Implantation getunnelter Pleura-Dauerkatheter:

Ein dünner, weicher Katheter aus Silikon kann einmalig, unter lokaler Betäubung (Anästhesie), ambulant oder verbunden mit einem kurzen stationären Aufenthalt implantiert werden. Dies ermöglicht der betroffenen Person die Flüssigkeit zu Hause nach Bedarf temporär und selbstständig zu drainieren. Die wiederholten Punktionen im Spital, der Klinik oder beim Arzt sind nach der Implantation nicht mehr notwendig und die Beschwerden durch die Flüssigkeitsansammlung können besser kontrolliert werden. Ausserdem kann es durch die regelmässige Drainage des Pleuraergusses zu einer spontanen Pleurodese (Verklebung des Pleuraspalts) kommen.

Durchführung einer chemischen Pleurodese:

Bei einer chemischen Pleurodese wird ein Medikament (z.B. Talk) über einen starren Silikonkatheter in den Pleuraspalt gesprüht. Die chemische Substanz soll eine Entzündungsreaktion auslösen die zu einer Verklebung der Pleurablätter (Rippenfell und Lungenfell) führt und sich danach eventuell kein Wasser mehr ansammelt. Dieser Eingriff wird häufig chirurgisch unter Vollnarkose mit einer videoassistierten Thorakoskopie (VATS) durchgeführt. Für diesen Eingriff muss man je nach Verlauf einige Tage im Spital stationär verbringen. In einigen Fällen und je nach Grunderkrankungen wird zusätzlich ein drainova®-, bzw. PleurX™ Dauerkatheter implantiert.

Die europäsichen und amerikanischen Ärztegesellschaften der Thoraxchirurgie und Pneumologie empfehlen seit 2018 bei wiederkehrenden Ergüssen die Implantation eines getunnelten Pleura-Dauerkatheters zur Drainage direkt von Anfang an, um die Möglichkeit einer Pleurodese (Verklebung des Pleuraspalts) zu erhöhen.

Drainage eines Pleuraergusses mit einer PleurX™ Vakuumflache
Drainage eines Pleuraergusses mit einer PleurX™ Vakuumflache
Drainage eines Pleuraergusses mit einem drainova® Soft-Vakuumreservoir
Drainage eines Pleuraergusses mit einem drainova® Soft-Vakuumreservoir

Aszites


Was ist ein Aszites?

Bei einem Aszites handelt es sich um eine Ansammlung von übermässig viel Flüssigkeit im Bauchraum, der sogenannten Peritonealhöhle, die über das normale Mass hinaus geht. Die Peritonealhöhle wird von einer serösen Haut, dem sogenannten Bauchfell, ausgekleidet. Dieses Bauchfell (seröse Haut) wird durch zwei Schichten gebildet, den sogenannten Blättern (Peritoneum). Das Peritoneum parentale liegt der vorderen und hinteren Bauchwand von innen auf und das Peritoneum viszerale bedeckt die innerhalb des Bauchraums liegenden (intraabdominellen) Organe. In dieser Peritonealhöhle befinden sich bei einem gesunden Menschen wenige Milliliter Flüssigkeit damit sich die Organe schmerzfrei verschieben können.

Wodurch entsteht ein Aszites?

Die Grunderkrankungen können vielfältig sein. In einer langen Liste von Krankheiten ist die häufigste Ursache eines Aszites ein Malignom (bösartiger Tumor / Karzinom), weitere Ursachen sind Lebererkrankung im fortgeschrittenen Stadium (Leberzirrhose), Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder eine Entzündung im Darm.

Wie wird Aszites behandelt?

Neben der Behandlung der Grunderkrankung hängt es bei der Therapie eines Aszites massgeblich davon ab von welcher Art der Erguss ist. Sammelt sich trotz optimaler medikamentöser Therapie dennoch immer wieder viel Flüssigkeit in der Peritonealhöhle an, spricht man von einem sogenannten therapierefraktären, rezidivierenden Aszites.

Ein therapierefraktärer Aszites kann mit wiederholte Aszitespunktionen (Parazentesen) behandelt werden, um die durch den Erguss bedingten Beschwerden wie beispielsweise Atemnot, Erschöpfung, Übelkeit, Appetitlosigkeit , Erbrechen und Schmerzen zu reduzieren.

Um den betroffenen Personen die aufwändigen, wiederkehrenden Punktionen im Spital oder der Klinik zu ersparen, kann folgende definitive Therapie in Betracht gezogen werden.

Implantation eines getunnelten Peritoneal-Dauerkatheters

Ein dünner, weicher Katheter aus Silikon kann einmalig, unter lokaler Betäubung (Anästhesie), ambulant oder verbunden mit einem kurzen stationären Aufenthalt implantiert werden. Dies ermöglicht der betroffenen Person die Flüssigkeit zu Hause nach Bedarf, temporär und selbstständig zu drainieren. Die wiederholten Punktionen im Spital, der Klinik oder beim Arzt sind nach der Implantation nicht mehr notwendig und die Beschwerden durch die Flüssigkeitsansammlung können besser kontrolliert werden.

Drainage eines Aszites mit einem ewimed Schwerkraftreservoir
Drainage eines Aszites mit einem ewimed Schwerkraftreservoir
Drainage eines Aszites mit einem drainova® Soft-Vakuumreservoir
Drainage eines Aszites mit einem drainova® Soft-Vakuumreservoir

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